„AHLen“ soll künftig auf dem Kennzeichen stehen

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„Ich bin überzeugt, dass so eine Möglichkeit einen regelrechten Ansturm auslösen würde“, sagt Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Er ist sicher: Ein eigenes Kfz-Kennzeichen für Ahlen würde bei vielen Autobesitzerinnen und -besitzern auf große Zustimmung stoßen. Insbesondere, weil die dann mögliche Kombination „AHL-EN“ Herkunft und Verbundenheit zur Heimat auf besondere Weise zum Ausdruck bringe. An seinem Privatwagen würde das Stadtoberhaupt das neue Kennzeichen sofort anbringen. Und was künftig am Dienstwagen seines Nachfolgers prangen sollte, steht für den Bürgermeister außer Frage: „Das kann nur AHL-EN 1 sein.“

Noch ist der Traum von der Ahlener Nummer Zukunftsmusik. Doch hinter den Kulissen hat sich eine Bewegung von Mittelstädten gebildet, die das bislang noch undurchführbare Unterfangen möglich machen will. In einem Schreiben an Landesverkehrsminister Oliver Krischer treten Berger und 36 weitere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Nordrhein-Westfalen dafür ein, dass Mittelstädten eine eigene Kennung erlaubt wird. „Wie insgesamt bundesweit inzwischen mehr als 100 Städte und Gemeinden mit über 20.000 Einwohnern streben wir eigene Kfz-Ortskennungen an“, heißt es in dem Brief, unter dem auch der Name des Ahlener Bürgermeisters steht. Weitere Unterstützung für den Vorstoß kommt aus allen Ecken des Landes, unter anderem aus Rheine, Kevelaer, Kamp-Lintfort und Wermelskirchen.

Die Idee knüpft an die Wiedereinführung der Altkennzeichen an, die seit 2012 den Grundsatz durchbricht „Ein Kennzeichen pro Landkreis.“ Dies gelte „allerdings einseitig nur zugunsten ehemaliger Kreisstädte“, schreiben die Verwaltungschefs in ihrer Bitte um Unterstützung. Einem möglichen Einwand nehmen sie gleich selber die Spitze. So entstehe nach den Erfahrungen mit den Altkennzeichen bei den Zulassungsbehörden kein zusätzlicher Aufwand. Im Gegenteil: die Ausweitung führe zu zusätzlichen Einnahmen durch Menschen, die ihr Fahrzeug freiwillig neu kennzeichnen. Zudem gehen die Stadtoberhäupter davon aus, „dass in unseren Kommunen sich eine eigene Kennung großer Beliebtheit erfreuen wird, weil die meisten Menschen sich kleinräumig verorten möchten.“

Das Verkehrsministerium wird um Hilfe gebeten für „eine kleine Anpassung“ der Fahrzeugzulassungsverordnung, die die „entstandene Schieflage“ zwischen Mittelstädten und ehemaligen Kreisstädten auszugleichen imstande wäre. „Wir bitten Sie daher herzlich, unsere Initiative zu unterstützen und die nötigen Schritte (…) über eine Antragstellung für die nächste Verkehrsministerkonferenz einzuleiten“, heißt es abschließend.

Sein „pro AHL“ sei keinesfalls als Absage an WAF oder BE zu verstehen, versichert Berger. „Ich sehe darin keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung, die unseren Bürgerinnen und Bürgern mehr Wahlfreiheit und Identifikation ermöglicht.“ Das Kennzeichen AHL stehe für mehr als nur eine Abkürzung. „Es steht für unsere Stadt, unsere Geschichte und unseren Zusammenhalt.“ Die Reaktionen der Menschen, mit denen er darüber gesprochen habe, seien bislang überwiegend positiv. „Das wäre ein schönes Symbol für Ahlen und könnte auch touristisch Aufmerksamkeit erzeugen.“


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