In Vorhelm-Bahnhof versickert Regenwasser an Ort und Stelle

| AUB | Strasse | Wohnen

Im Ortsteil Vorhelm-Bahnhof prägt derzeit eine groß angelegte Kanal- und Straßenbaumaßnahme das Bild rund um die Haarbachstraße und die Alte Ladestraße. Seit Januar sind die Ahlener Umweltbetriebe (AUB) gemeinsam mit weiteren Versorgungsträgern im Einsatz. Die Bauarbeiten werden die Anwohner noch bis zum Jahresende begleiten.

Im Zentrum der Maßnahme steht die umfassende Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur. „Der vorhandene Kanal stammt noch aus den 1960er-Jahren und hat seinen Dienst getan“, erläutert Bauleiter Frank Feldmann. Künftig werde der Kanal nicht mehr wie bislang im Gehwegbereich verlaufen, sondern direkt in der Straße geführt. Neben der reinen Erneuerung setzt die Stadt auch auf moderne Lösungen im Umgang mit Regenwasser. Statt klassischer Bordsteine kommen sogenannte Muldensteine zum Einsatz. Ergänzt werden diese durch Versickerungsmulden. „Das Regenwasser soll möglichst vor Ort versickern und nicht direkt in die Kanalisation abgeführt werden“, so Feldmann. Nur bei Starkregenereignissen sei ein Überlauf in das Kanalsystem vorgesehen.

Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Rund 5.000 Quadratmeter Boden werden ausgehoben und abgefahren, etwa 850 Meter neue Kanäle verlegt sowie 20 Fertigteilschächte eingebaut. Hinzu kommen unter anderem 3.500 Tonnen Füllboden, 5.000 Quadratmeter Tragschichten und bituminöser Oberbau sowie zahlreiche Pflaster- und Randarbeiten.

Auch andere Versorger nutzen die Gelegenheit für eigene Maßnahmen. So beteiligen sich die Wasserversorgung Beckum und die Stadtwerke Ahlen mit Arbeiten an der Versorgungsinfrastruktur. „Wenn die Straße einmal offen ist, ist es sinnvoll, alle notwendigen Leitungen gleich mit zu erneuern“, betont Feldmann. Für die Anwohner bedeutet die Baustelle allerdings auch Einschränkungen. Es kommt zu Vollsperrungen und verlegten Haltestellen im Umfeld. „Uns ist bewusst, dass das eine Belastung darstellt, aber anders lässt sich ein Projekt dieser Größenordnung nicht umsetzen“, sagt Feldmann. In Kürze werde auch die Alte Ladestraße vollständig gesperrt.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Vor Ort koordiniert neben Feldmann auch Polier Ludger Brinkmann von der ausführenden Firma Altefrohne die Arbeiten. Trotz der komplexen Abläufe zeigt sich die Bauleitung zuversichtlich: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Maßnahme bis Ende des Jahres erfolgreich abzuschließen.“


Redaktionelle Verantwortung: Redaktion Stadtportal Ahlen | Impressum