Marienplatz soll ein Ort zum Wohlfühlen werden

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Wie geht es am Marienplatz weiter? Die Frage hat auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ‚Runden Tisches Innenstadt‘ beschäftigt. „Wir freuen uns, dass das Interesse an der Innenstadtentwicklung so groß ist“, sagt Stadtbaurat Thomas Köpp. „Wir haben die Anregungen mitgenommen und mit verschiedenen Beteiligten gesprochen. Auch intern wurden die verschiedenen Ansätze noch einmal neu bewertet“.

Herausgekommen sind drei Varianten eines zukünftigen Marienplatzes, die dem Runden Tisch, vorgestellt wurden. Mit dabei diesmal auch die Bürgerinitiative Ahlen, die das Ziel verfolgt, das Zusammenleben in der Stadt aktiv zu verbessern und sich unter anderem aktuell um den Mariengarten kümmert. „Wir haben uns nochmal an eine Bestandsvariante gewagt“, erklärt der zuständige Fachbereichsleiter Markus Gantefort. „Diese möchten wir kurzfristig umsetzen und so schnell mehr Qualität in die Fläche bringen, die sich durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in den letzten Wochen schon deutlich verbessert hat“. Heißt: Es soll neue Bänke geben, die Laternen versetzt und die Fläche entsiegelt werden.

Die Anwesenden haben sich nach langem Abwägen für die vorgeschlagene Bestandsvariante entschieden, aber mit einigen Änderungen. Der Mariengarten soll zur Fußgängerzone hin geöffnet werden. Der Brunnen in der Mitte wird erst einmal abgebaut, die Technik soll aber möglichst erhalten bleiben, damit die Option für Wasserspiele erhalten bleibt.

Mit einer solchen Lösung erreicht man eine kurzfristige Verbesserung der Aufenthaltsqualität und setzt die Arbeit der engagierten Bürgerinnen und Bürger fort. Für Josef Ostermann, Einzelhandelskaufmann und Vertreter der Initiative Innenstadt Ahlen ist die Entscheidung wichtig: „Wir sind mittlerweile seit 2018 in Gesprächen über die Umgestaltung des Marienplatzes. Wir müssen gemeinsam mit den Menschen vor Ort einen Konsens finden, um den Platz zu einem zentralen Anlaufpunkt für alle zu machen.“

Bestärkt von Stadtplanung und Wirtschaftsförderung waren sich letztendlich alle einig: Grüner soll es werden und mehr Aufenthaltsqualität durch Sitzbänke entstehen. Der Marienplatz soll ein sozialer Treffpunkt werden, an dem sich nicht nur die Ahlenerinnen und Ahlener gerne aufhalten und wohlfühlen können. „Die Anforderungen an so einen zentralen Platz sind daher sehr hoch“, so Gantefort. Klimaangepasst und flexibel nutzbar – für Kinder und Familien, für Ältere und Jugendliche, für die Allgemeinheit. Auch mehr Platz für Märkte und Veranstaltungen sind den Beteiligten wichtig. „Mit der Umgestaltung ist natürlich auch die Bestrebung verbunden, den Marienplatz für eine dauerhafte und regulär geöffnete gastronomische Nutzung fit zu machen. Markt- und Marienplatz sind das Herzstück unserer Innenstadt und aufgrund der Platzsituation und der Aufenthaltsqualität auch für die Gastronomie besonders attraktiv“, verdeutlicht auch WFG-Geschäftsführer Stefan Deimann.

Eine Umsetzung wird wohl aber frühestens 2030 möglich sein – wenn wieder neue Städtebaufördermittel zur Verfügung stehen. Bis dahin sollen dann die kleinteiligen Maßnahmen die Situation vor Ort aufwerten „Wenn es schließlich an die große Maßnahme geht, werden wir auch die Bürgerinnen und Bürger wieder beteiligen“, so Köpp.

Langfristig könnten sich Stadtplanung und Wirtschaftsförderung die Lösung eines Marienwaldes vorstellen. Dadurch würde für Veranstaltungen der Platz großzügiger geöffnet. Durch eine Konzentrierung von Bäumen zu einer Art kleinem Wäldchen bleibt das Grün in der Innenstadt. Aber auch hier herrschte unter den Teilnehmenden größtenteils Einigkeit: Eine interessante Idee, die aber in Anbetracht der Kosten voraussichtlich erst in rund fünf Jahren umgesetzt werden könne. Es muss aber jetzt etwas passieren und das könne mit der abgeänderten Bestandsvariante erreicht werden.

Nun soll es im Herbst weitergehen. Dann möchte die Verwaltung eine Vorlage zur Umgestaltung des Marienplatzes und der weiteren Vorgehensweise in die Ausschüsse einbringen.


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