Die 48-jährige Erzieherin, die zusammen mit ihrem Mann nebenberuflich die „Land o‘ Meer Manufaktur“ betreibt, litt an einer beidseitigen Schilddrüsenvergrößerung und einer auffälligen Gewebeveränderung. Nach eingehender Diagnostik und einer Feinnadelpunktion entschied sie sich für eine Operation im St. Franziskus-Hospital Ahlen. „Die Betreuung durch Herrn Dr. Klammer, Herrn Jacobi und das gesamte Team war außergewöhnlich. Ich habe mich rundum sicher und verstanden gefühlt, insbesondere auch vom Pflegeteam,“ berichtet Sander-Grass.
Schmetterling als Symbol der Hoffnung
Um ihre Dankbarkeit auszudrücken und anderen Betroffenen Mut zu machen, entwickelte die Spenderin die Idee eines Spendenarmbands mit Schmetterlingsanhänger – ein Symbol für die Form der Schilddrüse und die Hoffnung auf Gesundheit. Der Verkauf der Perlenprinz-Armbänder startete im März. Der Erlös aus dem Verkauf wurde von der Spenderin auf 750 Euro aufgerundet und kommt vollständig (pro verkauftem Armband 1 Euro) dem Schilddrüsenzentrum zugute. Die Spendenübergabe fand nun im Beisein ihres Mannes im St. Franziskus-Hospital Ahlen statt.
„Die Idee entstand aus dem Wunsch, meine Dankbarkeit weiterzugeben und das Schilddrüsenzentrum zu unterstützen“, erklärt Nora Sander-Grass. „Mit den Armbändern möchte ich ein Zeichen für Zusammenhalt und Hoffnung setzen und auf das wichtige Organ aufmerksam machen.“
Das Team des Schilddrüsenzentrums zeigte sich sehr bewegt von diesem Engagement. „Es ist nicht selbstverständlich, dass Patientinnen nach ihrer Genesung so viel Herzblut investieren, um anderen zu helfen“, sagt Thorsten Jacobi, Leitender Oberarzt und Operateur. Auch Chefarzt Dr. Frank Klammer betont: „Solche Initiativen sind für uns eine große Motivation und zeigen, wie wichtig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist.“
Zentrum mit überregionaler Bedeutung
Das Schilddrüsenzentrum des St. Franziskus-Hospitals Ahlen ist seit neun Jahren zertifiziertes Mitglied im Deutschen Schilddrüsenzentrum. Hier werden Patientinnen und Patienten aus der ganzen Region und darüber hinaus behandelt. Auch jüngere Menschen profitieren von der Expertise, denn in der Kinder- und Jugendklinik, geleitet von Chefarzt PD Dr. med. Carsten Krüger, betreut Gitte Bräucker als Spezialistin für Kinder-Endokrinologie die kleinen Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen. Das Zentrum arbeitet eng mit starken Kooperationspartnern zusammen, darunter die Nuklearmedizin am UKM Münster, die Nuklearmedizin MVZ Hamm der Johanniter-Kliniken am Standort Knappenstraße, geleitet von Chefarzt Dr. Berthold Piotrowski, die Nuklearmedizin von Prof. Uhlenbrock und Partner in Ahlen mit Dr. Peter Wielepp.
„Wir sind stolz auf unser Netzwerk und dankbar für das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird“, betont Dr. Klammer. „Die Spende von Frau Sander-Grass wird unseren Patientinnen und Patienten zugutekommen.“